Die Region Südhessen verfügt mit mehr als 52.000 Hektar Ackerfläche über großes Potenzial zum Anbau nachwachsender Rohstoffe.
Die HEAG Südhessische Energie AG (HSE) hat sich zum Ziel gesetzt, dieses Potenzial für die Energieerzeugung aus Biogas stärker zu nutzen. Dafür wird die HSE in den kommenden Jahren bis zu fünf Bioerdgasanlagen in Südhessen bauen und dabei 13 Millionen Euro investieren.
Die Umsetzung des Konzeptes macht die enge Zusammenarbeit zwischen der Landwirtschaft und der HSE unerlässlich. Dafür bietet die HSE langfristige Verträge zur Lieferung von Biomasse an, die vielen landwirtschaftlichen Betrieben eine Einkommensalternative und neue Anbauperspektiven garantiert. Darüber hinaus ist es möglich, dass sich die Betriebe direkt an den Anlagen beteiligen können.
Die Anlagen sollen vorzugsweise mit Silomais und Rindergülle betrieben werden. Dabei wird die Rindergülle zur Prozessstabiliserung verwendet. Der Silomais besitzt im Vergleich zu alternativen Rohstoffen zur Biogasgewinnung einen hohen Flächenertrag sowie einen hohen Energiegehalt.
Die HSE plant, das gewonnene Biogas auf Erdgasqualität zu reinigen, in ihr regionales Gasnetz einzuspeisen und an geeigneten Standorten mittels umwelt-
schonender Kraft-Wärme-Kopplung zu nutzen. Damit entsteht eine größere Flexibilität bei der Auswahl möglicher Standorte der Bioerdgasanlagen bei gleichzeitiger Verbesserung der Gesamtwirtschaftlichkeit durch den erhöhten Wärmeabsatz.