Storchen-Tagebuch.

Neues vom Storch und seiner Familie – das gibt es ab jetzt auch wieder im Storchentagebuch. Unterstützt von Wolfgang Kleinheinz (Nabu, Ortsgruppe Münster) finden Sie hier aktuelle Nachrichten aus dem Nest bei der Münsterer Kläranlage, ergänzt mit Wissenswertem rund ums Leben von Meister Adebar.

26.07.2011

Abschied auf Raten

Die Jungstörche sind auf dem Sprung. In den nächsten zwei Wochen werden sie endgültig nach Spanien oder Afrika abheben, sagt Wolfgang Kleinheinz. Bis zu ihrem Abflug halten sie sich auch nicht mehr in unmittelbarer Nähe zum Nest auf. Je größer sie werden, desto mehr lässt nämlich die Bindung zu ihrer Geburtsstätte nach. Sie halten sich dann eher dort auf, wo viel Futter zu finden ist.

Außerdem sind sie bereits auf der Suche nach anderen Störchen, mit denen sie gemeinsam in Richtung Süden aufbrechen. Dies kann in einem Radius von bis zu 10 Kilometern zum alten Nest sein. Man müsse laut Kleinheinz also großes Glück haben, wenn man ihnen vor der Abreise noch einmal begegnen will.

13.07.2011

Auf einer Wiese in der Nähe des Storchennestes waren neben den sechs Störchen der Familie Adebar vier weitere Vögel anzutreffen. Woher stammen die Tiere?

„Die gesichteten Vögel sind vermutlich Elterntiere aus einem der drei benachbarten Horste“, sagt Wolfgang Kleinheinz. Da die Jungstörche dort noch nicht flügge sind, müssen die Eltern verstärkt auf Futtersuche gehen. Dafür fliegen sie einen attraktiven Futterplatz an, der auch bei den anderen Störchen aus der Umgebung beliebt ist.


Wie groß ist der Nachwuchs bei den Störchen in Hergershausen und in Altheim?

In beiden Nestern haben mindestens zwei Jungtiere das Licht der Welt erblickt.

07.07.2011

Das Wandern ist des...

Familie Storch auf Wanderschaft. Winfried Faust hat die Jungstörche auf einer  Wiese nicht weit vom Nest beobachtet und uns ein Foto geschickt. Vorneweg (r.) geht Herr oder Frau Adebar.

22.06.2011

Jetzt sind sie flügge

Nach zahlreichen Trockenübungen sind die Jungstörche nun endgültig abgehoben. Seit kurzem drehen sie schon gekonnt Runden über ihr Revier und legen etwa 500 Meter am Stück zurück. Damit die jungen Störche sich nicht zu sehr ans Nest gewöhnen, werden sie von ihren Eltern nicht mehr richtig gefüttert. Denn je weniger Futter sie bekommen, desto weiter fliegen sie, sagt Wolfgang Kleinheinz.

Noch suchen sie das Nest auf, um dort zu schlafen. Doch schon in den nächsten Tagen werden sie immer seltener zurückkehren. Bis August bleiben sie jedoch vermutlich in der Gegend.

21.06.2011

Die Störche stehen noch spät abends /nachts im Nest - wann schlafen sie?

"Da die Störche bei der Nahrungssuche aufs Tageslicht angewiesen sind, schlafen sie nachts", sagt Wolfgang Kleinheinz. Einen bestimmten Zeitpunkt hätten die Tiere jedoch nicht. Sie nehmen auch keine Sitz- oder Liegeposition zum Schlafen ein und sind deshalb stets stehend im Nest zu beobachten. 

16.06.2011

Trockenübungen

Aus unserem Nestzuwachs haben sich mittlerweile richtige Störche entwickelt. „Sie sind nun so groß wie ihre Eltern und kaum von ihnen zu unterscheiden“, sagt Wolfgang Kleinheinz. Noch sind die Jungtiere aber nicht flügge und können dauerhaft im Nest angetroffen werden. Sie machen jedoch verstärkt Trockenübungen und trainieren ihre Flugmuskeln, bevor es bald in die Lüfte geht.

Winfried Faust hat uns auch mal wieder zwei tolle Fotos geschickt:

09.06.2011

Besteht bei der Beringung nicht die Gefahr, dass es zu Verwachsungen mit dem Bein kommt?

„Da die Beine der Jungtiere nur noch geringfügig wachsen, ist eine Verwachsung mit dem Ring ausgeschlossen“, sagt Wolfgang Kleinheinz. Es sei ihm auch nicht bekannt, dass die Störche mit dem Ring irgendwo hängen geblieben sind.  

Finden die Störche genug Nahrung, wenn alle umliegenden Biotope ausgetrocknet sind?

„Die Tiere sind nicht auf die Biotope angewiesen. Sie ernähren sich auch von Insekten wie Heuschrecken oder Larven sowie von Wirbeltieren wie Mäusen oder Blindschleichen.“

Konnte man bei der Beringung feststellen, wie viele Jungtiere männlich und wie viele weiblich sind?

„Leider wissen wir das nicht. Eine derartige Untersuchung hätte zu lange gedauert und die Störche bei der Beringung zusätzlich belastet.“

30.05.2011

Kehren die Jungstörche ins Nest zurück, wenn sie einmal flügge geworden sind?

„Tagsüber werden sie nicht mehr ins Nest kommen“, sagt Wolfgang Kleinheinz. Dadurch, dass sie jetzt selbst in der Lage sind, auf Futtersuche zu gehen, sei ihre Nestbindung nicht mehr so groß. „Wenn überhaupt, kehren sie manchmal zum Schlafen zurück.“

Wann ist der beste Zeitpunkt, um die Storchenfamilie zu besuchen?

„Bis die Jungstörche richtig fliegen können, sind sie so gut wie rund um die Uhr gut zu sehen. Bei den warmen Temperaturen stellen sie sich gerne im Nest auf, um durch den Wind etwas Abkühlung zu bekommen. Die Altvögel hingegen kommen nur noch sporadisch ins Nest.“

27.05.2011

Flugübungen

Nach der Beringung sind die Altstörche recht schnell wieder zu ihren Jungen ans Nest zurückgekehrt. In den letzten Tagen war - so Wolfgang Kleinheinz - sehr schön zu beobachten, wie die Familie Adebar ihre Kleinen mit Wasser versorgt. Sie transportieren es in ihrem Schlund und träufeln es in die Schnäbel der Jungstörche.

Zum Fliegen sind sie noch zu klein, aber erste Flugübungen machen sie bereits. Sie schlagen mit den Flügeln, heben aber noch nicht über dem Nest ab, das sie in etwa ein bis zwei Wochen erstmals verlassen werden.

26.05.2011

Der Film ist da!

Bei der Beringung am 23.05. hat uns Herr Hillerich vom Nabu allerlei Interessantes über Meister Adebar und seine Artgenossen erzählt. Wir wünschen gute Unterhaltung.

23. Mai 2011

Beringung der Jungstörche und Preisübergabe Gewinnspiel

Heute Vormittag sind unsere Jungtiere beringt worden. Um die Kleinen nicht weiter zu belasten, hat Herr Hillerich vom Nabu die Beringung ohne großes Publikum vorgenommen.

Als kleine Entschädigung für alle neugierigen Storchenfreunde haben wir jedoch einen Film vor Ort gedreht, den wir im Laufe der Woche online stellen werden. Damit man auch etwas von der Beringung sehen kann, wurde der Kameramann mit einem Hubsteiger auf gut 10m Höhe gefahren. Wir sind schon sehr auf die Aufnahmen gespannt, da man vom Boden aus das Geschehen im Nest nicht genau beobachten konnte.

Das war heute aber noch nicht alles: Wir gratulieren Jakob Wedel und seiner Familie ganz herzlich zum Gewinn unseres Hauptpreises von 3.000 kWh Ökostrom von ENTEGA. Frank Dinter (ENTEGA-Geschäftsführer) hat den Preis heute persönlich den glücklichen Gewinnern übergeben.

Und seit heute wissen wir auch endlich ganz genau, wie viele Jungstörche es sind: vier.

Lesen Sie auch die Pressemeldung "Störche bringen Nachwuchs und Glück für Weiterstädter Familie".

20. Mai 2011

Welche Entfernungen legen Störche bei der Nahrungssuche zurück?

Das kommt immer aufs Gebiet an, in dem sie Futter suchen. Rund um Münster beispielsweise brauchen sich die Störche nicht besonders weit von ihrem Nest zu entfernen, weil ihnen genügend Feuchtbiotope zur Verfügung stehen. Mehr als zwei bis drei Kilometer legen sie also nicht zurück.  Die Niederlassung von zwei weiteren Storchenpaaren in der Umgebung ist ein Anzeichen dafür, dass es genügend Nahrung in der Gegend gibt.

Die gegenwärtige Trockenperiode stellt für die Nahrungssuche kein Problem dar. Auch wenn sich Würmer tiefer in den Erdboden verziehen, ist für die Störche um die Biotope herum mit vielen Insekten ausreichend Ausweichnahrung vorhanden.

Fressen Störche auch seltene Moorfrösche?

"Wenn sie einen bekommen können, dann greifen sie auf jeden Fall zu", sagt Wolfgang Kleinheinz. "Grundsätzlich achten sie aber bei der Froschjagd nicht auf die Sorte."

16. Mai 2011

Technische Probleme behoben

Update 14.45 Uhr: Die Kollegen haben den Fehler behoben, die Storchen-Webcam sendet nun wieder aktuelle Bilder.

Seit dem Wochenende haben wir leider Probleme mit der Storchen-Webcam, die sich heute Vormittag (11.26 Uhr) dann komplett aufgehängt hat. Unsere Techniker sind informiert - spätestens morgen sollte die Kamera wieder funktionieren. Wir bitten alle Storchenfans um etwas Geduld und hoffen auf ihr Verständnis.

12. Mai 2011

Alles ruhig

Zu unserer Storchenfamilie gibt es nichts Neues zu berichten. Die Jungstörche gedeihen offensichtlich prächtig. Frohe Kunde gibt es aus Hergershausen zu vermelden: Auch dort sind Storchenküken geschlüpft, wie uns Hans Ulrich mitgeteilt hat.

09. Mai 2011

Update: Offensichtlich alle gesund

Wie viele Jungstörche es sind, kann Wolfgang Kleinheinz immer noch nicht genau sagen, denn auch er ist gegenwärtig wie wir alle auf die Bilder angewiesen, die unsere Kamera überträgt. Herr Kleinheinz war einige Male unter dem Nest, hat aber glücklicherweise keinen toten Jungstorch gefunden. Es scheinen also alle wohlauf zu sein.

Im zweiten Nest hält sich ständig ein Storch auf, was darauf schließen lässt, dass dort gebrütet wird.

...vielleicht doch vier oder fünf?

Vielen Dank für Ihre zahlreichen Mails vom Wochenende. Auf einigen "Beweisfotos" sieht es so aus, dass es sogar vier oder fünf Junge sein könnten.

Mal abwarten, ob unser Storchenexperte Wolfgang Kleinheinz genaueres weiß...

06. Mai 2011

Storchen-FAQ's – Update

Auch wenn man die Jungen nun schon regelmäßig beobachten kann, wisssen wir leider immer noch nicht ganz genau, wie viele Jungstörche geschlüpft sind. Wir vermuten, es sind drei.

Dafür haben wir auf der Seite Storchen-FAQ's wieder einige Ihrer gemailten Fragen beantwortet. Das HSE-Storchenteam wünscht allen Beobachtern ein sonniges Wochenende!
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02. Mai 2011

Es sind drei oder vier

In den letzten Tagen sind die Storchenküken mächtig gewachsen und können nun aus dem Nest herausschauen. Am Sonntagmorgen sah es so aus, als seien es vier - drei Jungstörche sind es aber auf jeden Fall. Dies bestätigt auch Wolfgang Kleinheinz und teilt uns mit, dass wohl auch im zweiten Storchennest nun gebrütet wird.

27. April 2011

Beide Störche da!

Tagsüber scheint es, als kümmere sich nur noch einer der beiden Störche um den Nachwuchs. Spät am Abend sieht das anders aus. Dann ist Papa Storch wieder im Nest zurück, wie die "Beweisfotos" zeigen. Wahrscheinlich war er auf Futtersuche unterwegs.

23. April 2011

Gewinnspiel: Wem hat der Münsterer Storch ein Baby gebracht?

Familie Storch freut sich über Nachwuchs. Sie auch? Dann machen Sie mit bei unserem Gewinnspiel – 3.000 Kilowattstunden Ökostrom von ENTEGA und 8x eine Premium-Babyseite für ein Jahr auf echo-online.de zu gewinnen.
Zum Gewinnspiel »

21. April 2011

Wo ist der zweite Storch?

Eine besorgte Storchenfeundin schreibt uns, sie habe in letzter Zeit stets nur einen Storch im Nest gesehen und hofft, dass dem anderen nichts passiert ist. Wolfgang Kleinheinz gibt Entwarnung: Es sind beide Störche da. Die Zeit der Nestsuche ist vorbei, deshalb hält sich das Storchenmännchen nicht mehr so häufig mit am Nest auf, um es gegen eventuelle Fremdstörche verteidigen zu müssen.

Wir wünschen allen Storchenfreunden Frohe Ostern – das HSE-Storchenteam meldet sich Dienstag wieder!

20. April 2011

Wie viele Küken sind geschlüpft?

Die Experten sind sich einig, dass jetzt alle Storchenküken geschlüpft sind. Denn Frau Storch verhält sich nur noch selten so, als ob sie brütet. Dennoch bleibt erst einmal unklar, wie groß der Nachwuchs der Familie Adebar ist. Es wird etwa eine Woche dauern, bis die Jungstörche im Nest zu sehen sind. Dann kann nachgezählt werden.

Beim zweiten Storchennest ist nicht zu erkennen, ob das zweite Pärchen dort noch nisten und brüten wird.

15. April 2011

Es ist Nachwuchs da!

Nach den Beobachtungen von Wolfgang Kleinheinz scheint das erste Küken geschlüpft zu sein. Auch sein Nabu-Kollege Hans Ulrich, der das HSE-Storchenteam vor zwei Jahren begleitet hat, ist sich ziemlich sicher, dass das Storchenbaby bereits seine Eierschalen verlassen hat.

Sehen kann man zwar noch nichts, aber das Verhalten der Storcheneltern deutet stark auf Nachwuchs hin: Sie werfen kleine Dinge – vermutlich Eierschalen - aus dem Nest.

Ab dem Wochenende werden wohl weitere Störche schlüpfen. Insgesamt dauert es dann rund acht Tage, bis alle Küken geschlüpft sind - je nachdem, wie viele befruchtete Eier sich im Nest befunden haben. Damit Sie das Geschehen noch besser beobachten können, haben wir die Webcam noch etwas näher an das Netz herangezoomt.

12. April 2011

Fragen & Antworten

Immer wieder erreichen uns interessante Fragen zu den Störchen oder unserer Webcam. Auf der Seite Fragen & Antworten finden Sie einige Antworten auf Fragen, die an unser Storchenteam gerichtet werden.

Wenn Sie auch eine Frage haben, schicken Sie uns einfach einfach eine E-Mail an storchennest(at)hse.ag. Wir versuchen, jede E-Mail zu beantworten. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Antwort ein paar Tage dauert.

zu den Fragen & Antworten »

11. April 2011

Wie nun?

Nachwuchs oder nicht? Diese Frage ist noch nicht klar zu beantworten. Gelegentlich steht Frau Storch auf und schaut ins Nest, aber was sie dort betrachtet, ist noch nicht auszumachen. Auf jeden Fall hat Wolfgang Kleinheinz noch nicht beobachtet, dass Ehepaar Storch mit Füttern beschäftig ist.

Das zweite Nest wird immer mal wieder von einem anderen Storch angeflogen, doch es ist bislang nicht fest besetzt. Im Horst auf dem Dach der Schule in Hergershausen brütet ein weiteres Storchenpaar.

08. April 2011

In guter Hoffnung

Die Spannung steigt: Ehepaar Storch wird bald nicht mehr alleine im Nest sein. Die Anzeichen deuten darauf hin, dass die Storchenkinder in den nächsten Tagen aus den Eiern schlüpfen werden. Vielleicht steht das große Ereignis schon an diesem Wochenende bevor. Es fällt auf, dass der angehende Storchen-Papa sich häufig am Nest aufhält, um dieses gegen Eindringlinge zu verteidigen.

Wolfgang Kleinheinz hat aber noch nicht beobachtet, dass Futter ins Nest gebracht wird. Also gibt es wohl noch keine Jungen, die gefüttert werden müssen.

06. April 2011

"Abendimpressionen" und Ausfall der Webcam am Wochenende

Winfried Faust hat uns wieder zwei sehr stimmungsvolle Aufnahmen zugemailt, die wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten möchten.

Am Wochenende kam es leider zum ersten Ausfall der neuen Storchen-Webcam. Viele "Online-Storchenbeobachter" haben uns dies auch gleich per Mail gemeldet. Inzwischen liefert die Kamera wieder zuverlässig alle 30 Sekunden ein neues Bild von unserem brütenden Storchenpaar.

04. April 2011

Nilgans-Nachwuchs geschlüpft

Die Nilgänse im benachbarten Storchennest haben Nachwuchs bekommen, doch das zweite Storchenpaar hat das Nest bislang nicht übernommen. Es wurde in den letzten Tagen aber häufiger in der Nähe eines Nistplatzes in Hergershausen gesichtet. Die von Wolfgang Kleinheinz erwarteten Rauchschwalben sind mittlerweile eingetroffen. Unser Storchenpaar brütet weiter und kommt allmählich auf die Ziellinie.

30. März 2011

Buntes Vogelleben rund um das Storchennest

Alle Vögel sind schon da! Mit dem Frühling kommen auch die Vögel und so wird die Vogelwelt in und um Münster von Tag zu Tag vielfältiger. Wolfgang Kleinheinz hat unter anderem zahlreiche Limikolen entdeckt. Das sind Watvögel wie Kiebitze, Schnepfen oder Regenpfeifer. Rastende Wasservögel sind ebenso hinzugekommen, außerdem mehrere Rotmilane. In den nächsten Tagen erwartet Wolfgang Kleinheinz die ersten Rauchschwalben aus Afrika.

Im zweiten Storchennest von Münster werden die Nilgänse wahrscheinlich bald Nachwuchs bekommen. Die Jungen verlassen dann sofort das Nest (Nestflüchter). Damit wäre dieses Nest frei für ein anderes Storchenpaar, das sich nach wie vor in der Nähe aufhält. Ob die Vögel dann allerdings noch brüten, wird sich zeigen.

24. März 2011

Auf Nestsuche

Etwa ab dem 10. April werden wir wissen, wie viele kleine Störche nach und nach aus den Eiern schlüpfen.

Manche der sich in und um Münster bewegenden Fremdstörche haben die zur Verfügung stehenden Ausgleichsnester noch nicht angenommen. Einige halten sich zwar täglich beim von Nilgänsen belegten Horst auf, scheuen jedoch den Kampf mit den Gänsen. Wenn diese Störche keinen passenden Nistplatz finden, hört irgendwann der Bruttrieb auf und dann gibt es für sie in diesem Jahr keinen Nachwuchs.

21. März 2011

Storchenalltag

Frühlingsanfang, herrliches Wetter: Das macht auch den Störchen Spaß. Sie brüten weiter und mussten in den letzten Tagen keine Angreifer abwehren.

Das andere Storchennest besetzen weiterhin die Nilgänse. Die Störche haben es offenbar aufgegeben, dieses Nest zu erobern.

17. März 2011

Nestkämpfe

Dramatische Szenen am Nest unseres Storchenpaars: Einem fremden Storch hat das Domizil so gut gefallen, dass er es erobern wollte. Zum Glück ohne Erfolg. Vater Adebar hält sich deshalb häufiger am Nest auf, um das brütende Weibchen zu schützen.

Es sind noch weitere Störche auf der Suche nach einem passenden Nistplatz. Einer von ihnen hatte versucht, den zweiten Horst in Münster zu besetzen, zog aber ebenfalls den Kürzeren gegenüber Nilgänsen, die seit gut zehn Jahren in der Gegend leben und vermutlich aus einem Zoo oder Vogelpark entflohen sind.

 

14. März 2011

Weitere Störche eingetroffen

Mittlerweile scheint klar, dass unser Storchenpaar mit dem Brüten begonnen hat. Wie begehrt der "Storchenstandort" Münster geworden ist, beweisen sechs weitere Störche, die Wolfgang Kleinheinz beobachtet hat. Einige sind am linken Bein beringt - also in einem ungeraden Jahr geboren worden.

Weitere Nisthilfen stehen in und um Münster zur Verfügung: Nester in Hergershausen, Eppertshausen und Altheim warten auf die Vögel.

 

10. März 2011

Schon Eier gelegt?

Seit einigen Tagen hält sich einer der beiden Störche fast ständig im Nest auf und ist manchmal gänzlich darin verschwunden. Das deutet darauf hin, dass Frau Adebar bereits gelegt hat.

Mittlerweile sind drei Fremdstörche angekommen: Sie sind am rechten Bein beringt, das heißt, sie haben die Ringe an einem geraden Jahr erhalten - 2008 oder 2010 wären denkbar. Ob es sich um heimischen Nachwuchs handelt, weiß Wolfgang Kleinheinz nicht, da er die Zahlenkombination auf den Ringen nicht einsehen kann.

04. März 2011

Kuscheln ist angesagt beim Ehepaar Storch

Die beiden langbeinigen Vögel sind zurzeit häuslich und bleiben viel im Nest. Dabei war das Kuscheln mindestens schon einmal das Vorspiel für mehr, wie Wolfgang Kleinheinz beobachtet hat. Der Lohn für die „Nachwuchsarbeit“ wird bald erwartet: In ungefähr einer Woche legt Frau Adebar voraussichtlich Eier. Zwei bis fünf dürften es nach den Erfahrungen der letzten Jahre sein. Dann sind die Störche guter Hoffnung – und mit Ihnen die Fangemeinde der Storchen-Webcam.

Um das Nest unserer Störche herum sind im Augenblick viele Vögel unterwegs und es könnten weitere Störche kommen. Wegen des närrischen Treibens ist Wolfgang Kleinheinz erst am nächsten Donnerstag wieder erreichbar. Dann melden wir uns wieder im Storchentagebuch.

02. März 2011

Störche aufgepasst: Nest frei in Nieder-Klingen - HSE spendet alten Strommast für den Bau eines Nistplatzes

Ein Nest mit Aussicht gibt es für wohnungssuchende Störche seit kurzem im Otzberger Ortsteil Nieder-Klingen. Die Initiative Klinger Storch hat auf einer Feuchtwiese einen alten Strommast aufgestellt und darauf ein Storchennest gebaut. Gespendet hat den Strommast der Darmstädter Energieversorger HSE.
zur Pressemeldung

01. März 2011

Nach wie vor tut sich bei unseren Störchen witterungsbedingt nicht viel. Sie sind stark am Nest beschäftigt und richten es für die künftige Brut nach ihrer Vorstellung ein. Hoffen wir darauf, dass es bald wärmer wird.

25. Februar 2011

Störche werden ein wenig aktiver

Kaum steigen die Temperaturen leicht an, schon werden die Störche etwas aktiver. Sie bringen weiteres Nistmaterial heran und verwenden nicht mehr so viel Zeit für die Nahrungssuche. Das lässt darauf schließen, dass die Störche eine gute Körpertemperatur haben. Ein Paarungsverhalten hat Wolfgang Kleinheinz noch nicht beobachten können. Ein dritter Storch ist in Münster bislang nicht aufgetaucht.

23. Februar 2011

Der Winter ist wieder da...

Im Augenblick gibt es keine größeren Aktivitäten im Nest. Die kalten Temperaturen machen auch den Störchen zu schaffen. Deshalb halten sie sich durch Nahrungssuche und gelegentliches Bauen am Nest einigermaßen warm.

18. Februar 2011

Danke :-)

In den letzten Tagen haben uns viele Mails zur neuen Storchen-Webcam und dem -Tagebuch erreicht. Wir freuen uns sehr über so viel Interesse und positives Feedback.

Winfried Faust hat uns zwei wunderschöne Aufnahmen von Meister Adebar und seiner angebeteten Storchendame zugesandt:

17. Februar 2011

Unser Storchenexperte: Wolfgang Kleinheinz vom NABU

Wolfgang Kleinheinz arbeitet in der Kläranlage und hat die Störche täglich im Blick. Neben diesen langbeinigen Vögeln haben es ihm auch Schleiereule angetan, die in Kirchtürmen in Münster und Altheim nisten.

Der Vogelkenner leitet beim NABU unter anderem die Jugendgruppe „Naturfüchse“ und hat die Betreuung des Storchen- tagebuchs von Hans Ulrich übernommen, der sich von dieser Aufgabe aus Altersgründen zurückgezogen hat.

16. Februar 2011

Frau Storch ist da!

Nachdem es zunächst nur ein Fehlalarm war – der vermeintliche zweite Storch war nur ein Silberreiher, der mit dem Münsterer Storch gemeinsam auf den Wiesen nach Futter suchte – ist das Klappern von Meister Adebar dann doch noch erhört worden. Eine Storchendame ist zu ihm ins Nest bei der Münsterer Kläranlage gezogen. Auch sie ist unberingt und kannte das Nest wohl auch schon. Hoffentlich entwickelt sich die Partnerschaft harmonisch und die beiden bleiben zusammen.

15. Februar 2011

Der Storch ist schon da!

Seit dem 18. Januar hat ein Weißstorch das Nest besetzt und ist nun auf Brautschau. Da Störche zwar nest- aber nicht partnertreu sind, ist es ihm relativ egal, welche Störchin sich in diesem Jahr mit ihm verbinden wird. Der Storch ist gut vier Wochen früher eingetroffen als erwartet und hat das Nest gezielt angeflogen. Dies lässt vermuten, das der Storch das Nest gekannt und dort möglicherweise schon einmal genistet hat. Er ist keiner der letztjährigen Jungstörche, weil er unberingt ist.