Es sind tatsächlich vier kleine Störche geschlüpft – dem kalten und regnerischen Wetter zum Trotz. Das haben die Storcheneltern wirklich sehr gut hinbekommen! Jetzt hoffen wir natürlich, dass alle Storchenkinder gut gedeihen.
Störche können bis zu sieben Junge großziehen. In Nest bei der Kläranlage in Münster waren es einmal fünf Storchenküken, von denen eines allerdings nicht überlebt hat – nur vier sind flügge geworden. Wir wünschen dem Nachwuchs im Nest in diesem Jahr auf jeden Fall viel Glück und den gestressten Eltern viel Geduld und Erfolg beim Futtersuchen!
Silke aus Dreieich wollte wissen, ob die Beringung der Störche abgelesen wurde, die auf der abgebrochenen Pappel an der Gersprenz nisten, und damit etwas über deren Herkunft und Geburtsjahr bekannt ist. Storchenfachmann Wolfgang Kleinheinz verneint. Den Code auf der Beringung am Bein der Vögel abzulesen, erfordert viel Geduld und ein gutes Fernglas – manche Vogelberinger machen das, aber hier ist das noch nicht passiert.
Insofern ist auch nicht bekannt, ob einer der Pappel-Störche im Nest an der Kläranlage geboren wurde. Aber bei mehr als 30 Jungstörchen, die dort seit dem Jahr 2000 flügge geworden sind, besteht zumindest die Wahrscheinlichkeit, dass immer mal wieder einer in die Gegend zurückkehrt. Im Nest an der Gersprenz wird übrigens noch eifrig gebrütet – vielleicht gibt es da auch bald Nachwuchs.
Einen ausgeprägten Familiensinn gibt es bei den Störchen wohl nicht: Die Storcheneltern erkennen ihre erwachsenen Kinder nicht wieder – und umgekehrt genauso wenig. Und dass Störche bevorzugt auf dem linken Bein stehen – wie Uli aus Frankfurt beobachtet hat – hält der Storchenexperte eher für eine individuelle Vorliebe.